Meine Welt

Aus Nelly wurde Cisca!





Mittlerweile haben wir eine kleine bunte Herde, die sich respektiert. Gundi ist, wie erwartet, die Chefin und zeigt wo es lang geht. Die Esel sind für Cisca etwas gruselig, aber sie schaut nur mit angelegten Ohren in ihre Richtung und dann gehen die Esel auch schon aus dem Weg und alles ist gut. Die Zusammenführung ist also wirklich ganz ruhig und ohne grobes Treten oder Beißen verlaufen.

Mich erinnerte Nelly von ihrer Farbe sofort an einen Mustang und als mein Mann dann auch noch sagte, sie sieht aus wie Cicso aus dem Film "Der mit dem Wolf tanzt" (Lieblingsfilm meines Mannes, ich heule schon wenn ich die Filmmelodie höre) reifte langsam der Gedanke Nelly umzutaufen. So wurde sie zu Cisca, meinem Herzenspferd! Jetzt liegt die Reitschulzeit hinter ihr und das Leben bei uns beginnt!



In der ersten Woche ist sie abends gleich mal durch den E-Zaun durch und ich mußte mit einer lieben Nachbarin auf Nachtwanderung gehen, um mein Pferd zu suchen. Zum Glück stand sie nicht weit weg und wir konnten sie wieder auf die Koppel bringen. Am nächsten Tag mußte dann natürlich erst mal der Zaun repariert werden.

Zwei Wochen später ist Cisca morgens, kurz nachdem ich an der Koppel vorbei gegangen bin, wieder durch den E-Zaun durch und diesmal hatte sie meine alte Pferdedame Gundi noch mitgenommen. Zum Glück habe ich es gleich bemerkt, da ich auf dem Rückweg von den Schafen wieder vorbei kam. Also wieder Halfter holen, Pferde einfangen und runter auf den Paddock bringen. Danach wieder den Zaun reparieren. Als ich kurz darauf zu Hause aus dem Fenster geschaut habe, standen die Pferde und die beiden Esel wieder außerhalb der Koppel. Also wieder die Gummistiefel übergezogen und raus zum Pferde und Esel einfangen.

Den E-Zaun haben wir jetzt teilweise neu gespannt und den Stromfluß überprüft, bis jetzt ist alles gut.

Entschädigung für diese Aufregung sind die tollen Ausritte, die ich mit Cisca machen kann. Sie ist überhaupt nicht schreckhaft oder ängstlich, nur neugierig und vorsichtig. Mit ihr macht ein Geländeritt so richtig Spaß!

Man merkt auch deutlich, dass sie noch so jung ist. Ich habe ihr einen "Spielplatz" aufgebaut für das Gelassenheitstraining und sie dann erst mal alleine alles begutachten lassen. Dabei hat sie alles ins Maul genommen. Den Regensschirm hat sie beknabbert, die Rascheltüte am Stick auch und den Ball hat sie sogar hoch genommen und geschlenkert. Die aufgestellten Eimer hat sie alle der Reihe nach umgedreht und ihre Nase reingesteckt. Den auf dem Boden ausgelegten blauen Sack hat sie auch angehoben und ein Stück auf die Seite gezogen. Bei der gemeinsamen Arbeit ist sie dann ganz gelassen über den Sack gelaufen und hat sich ihn sogar über den Kopf legen lassen. Sie hatte vor nichts auf unserem "Spielplatz" Angst. Eine ganz coole Möhre meine Cisca!




Diese Woche haben wir mit Bodenarbeit angefangen und ich habe eine ganz liebe Trainerin, die mir die nötige Hilfestellung gibt. Denn für mich ist Bodenarbeit genauso Neuland wie für Cisca, wir werden also viel Zeit und Geduld brauchen. Und da meine Gundi sich so langsam auch vom Sommerekzem erholt, kommt sie auch gleich in den Genuß der Bodenarbeit. Allerdings ist sie so stur, dass sie sich bei der Übung Rückwärtsrichten einfach "schlafend" gestellt hat.

Ich pendel also ständig zwischen Kindern, Haushalt und Stall und zwischendurch versuche ich noch das ein oder andere Nähprojekt zu planen. Allerdings stapeln sich langsam die geplanten Projekte und ich muß dringend an die Nähmaschine. Jetzt sind aber erst mal Herbstferien bei uns .....


 

Und dann kam Nelly ....






Nachdem meine alte Pferdedame Gundi diesen Sommer wieder komplett ausgefallen ist und bis auf ein intesives Pflegeprogramm des Sommerekzems nur an besonders "guten" Tagen daran zu denken war mit ihr etwas zu unternehmen, haben wir uns entschlossen "unser" Schulpferd Nelly zu kaufen.

In unserer Reitschule werden die Schulpferde nach einigen Jahren der Reitschularbeit in private Hände verkauft. So werden die Schulpferde nicht völlig durchgeritten und in der Reitschule stehen immer frische junge Pferde zur Verfügung. Ein tolles Konzept wie ich finde!

Zu Beginn der Sommerferien hat auch noch mein großer Sohn beschlossen es seinem Bruder gleich zu tun und Reitstunden zu nehmen und so fiel uns die Entscheidung noch leicher ein zweites Pferd anzuschaffen, mit dem die Jungs wachsen können. Nelly ist eine Norwegermix-Stute, 7 Jahre jung und mit einem Stockmaß von 1,50 m auch für mich das ideale Reitpferd.




Gestern haben wir sie auf den Hof geholt und jetzt muß die kleine Herde, unsere Stuten Gundi und Nelly sowie die beiden Esel Martha und Max, zusammen wachsen. Ich hoffe, dass die beiden Pferdedamen sich anständig benehmen und es kein allzu großes "rumgezicke" geben wird.




Mit Gundi stand Nelly heute Vormittag schon ganz entspannt grasend auf der Koppel, heute Nachmittag kommen noch die Esel dazu. Hoffentlich bleibt es so friedlich!


 

 

Mehr Land als Naht


Zur Zeit verbringe ich jede freie Minute bei meinem Pferd, da in den letzten Wochen so einiges schief gelaufen ist und wieder ins Lot gebracht werden muß.




Angefangen hat alles mit dem "mißglückten" Muttertagsausritt. Gundi ließ sich mal wieder nicht vom Hof reiten und ich mußte sie bis auf den Hügel rauf führen, um eine geeignete Stelle zum Aufsteigen zu haben. Dann war Gundi auf dem Splittweg so fühlig, dass sie fast gestürzt ist und auf dem Rückweg standen da die frisch auf die Koppel gebrachten Pferde und auf dem Weg davor ein großes schwarzes Auto mit geöffnetetem Kofferraum und Musik. Gruselig genug für Gundi rückwärts ins Feld zu gehen. Der mir bekannte Pferde- und Autobesitzer hat uns dann netterweise vorbei geführt.

Am nächsten Tag wollte ich "nur" das Reiten vom Hof üben, aber Gundi rutschte schon die Matschplatten vorm Paddockausgang runter und war dann so gar nicht in Richtung Feldweg zu bewegen. Bin dann wieder abgestiegen und habe sie ein Stück geführt, was jetzt auch nicht so sonderlich gut geklappt hat. Ständig hat sie Fressmonster gewittert und ist stehen geblieben.

Beim nächsten Versuch ist Gundi gar nicht mehr vom Paddock gegangen, da sie Angst hatte wieder zu rutschen. Also den Ausgang für den Trecker genommen, alles war gut und einem kurzen Spaziergang stand nichts mehr im Weg.

Am Freitag sind die Kühe aus dem Nachbardorf auf die Sommerweide gestellt worden und am Samstagvormittag sind sie durchgegangen. Eine Kuh ist dann auf der Nachbarkoppel gelandet und Gundi ist beim Anblick zu Stein erstarrt. Als ich dann nachmittags mit ihr spazieren gehen wollte und sie aus dem Augenwinkel eine Kuh gesehen hat, ging gar nichts mehr. Schockstarre, riesige Augen, Nüstern gebläht und Herzrasen. Beim Zurückgehen hat sie beim kleinsten Geräusch einen Satz gemacht.

Als ob das nicht alles schon genügen würde, hat Gundi in der Nacht zum Sonntag den neu gespannten E-Zaun eingerissen und die tickende Litze bis auf den Paddock geschleift. Wer weiß wie viele Stromschläge sie bekommen hat, denn auf den Paddock wollte sie am nächsten Tag nicht so gerne geführt werden. Überhaupt hat sie sich leicht traumatisiert verhalten, sie ist von der Koppel nicht mehr zu mir gekommen und das Halfter durfte ich ihr auch nicht anlegen. Beim Führen über die Koppel ist sie ständig stehen geblieben und hat auf stur geschaltet. Da ich meinem Pferd auf keinen Fall weh tun möchte, seelisch wie körperlich, habe ich sie dann erst mal nur gekrault und versucht wieder eine Verbindung aufzubauen. Dazu habe ich dann viel über "Problempferde" gelesen, mit dem Ergebnis, dass ich total verwirrt und ratlos war. Aber dann wurde mir klar, ich muß meinen eigenen Weg zu und mit meinem Pferd finden und diesen Weg haben wir jetzt angefangen zu gehen, meine Stute und ich.

1. Ansatz: Chi horsing nach Sandra König "Körpersprache, Pferdepsychologie & Empathie"
Eine beeindruckende Frau, die sehr feinfühlig mit Pferden umgeht. Aber für mich war im Moment weder das Onlineseminar noch ein mehrtägiger Kurs umsetzbar. Gelernt habe ich durch ihre Videos und auf ihrer Website Chi horsing trotzdem sehr viel. 

2. Ansatz: Die sanfte Pferdeschule nach der TTeam-Methode
Hier wurde mir schnell klar, dass mir die Führkette über dem Nasenrücken meines Pferdes nicht behagt und somit konnte Gundi es auch nicht gut finden. Also, Versuch abgebrochen.

1. Erkenntnis:
Nartürlich weiß ich, dass ich meine Ängste auf mein Pferd beim Reiten und Führen übertrage. Aber ich habe mir nie so bewußt gemacht, dass ich wirklich alle meine Gedanken und Gefühle auf mein Pferd übertrage. Wenn wir den Paddock verlassen haben ging es in meinem Kopf nämlich schon los: Wovor könnte sie denn jetzt Angst haben? Die Treckerhalle, die Holzstabel, die Planen oder die Windräder??? Ich war innerlich angespannt und konnte ihr nie das Gefühl geben, alles ist in Ordnung, es besteht keine Gefahr! Somit hat sie mich auch nicht als führenden Part wahrgenommen und wenn sie "gruselige Gespenster" gesehen hat mußte sie selbst entscheiden und auf sich aufpassen. Bei einem Pferd als Fluchttier, hatte ich bisher noch Glück, dass sie meistens nur stehen geblieben ist.

2. Erkenntnis:
Das Halfter ist zu groß! Ich konnte meiner Stute gar keine Impulse über den Führstrick geben, da der Nasenriemen ständig über die Nüstern rutschte. Also, das uralte Halfter rausgekramt und schon ging es viel besser!

Am Dienstag kam unsere Hufpflegerin, um sich Gundis Hufe wegen der extremen Fühligkeit beim Ausritt anzusehen. Ich hatte Gundi, auf Anraten der Hufpflegerin, schon seit Samstag nicht mehr auf die Graskoppel gelassen, da ein Hufreheverdacht bestand. Das Koppelverbot war übrigens auch der Grund für das Einreißen des E-Zaunes, mein Pferd wollte nämlich zum Gras.
Der Befund: Gundis Hufe sind super!
Die Therapie: Langsam den Huf an den Splitt gewöhnen, spazieren gehen!

Dann habe ich die Seite von Christina, Herzenspferde, entdeckt und ihr e-book "Die 7 häufigsten Probleme mit Pferden und ihre Lösungen". Hier habe ich viele gute Tipps erhalten für den Umgang mit meiner Gundi und am Mittwoch konnte ich Gundi schon wieder problemlos halftern, von der Koppel holen und auf den Paddock führen. Mittwochnachmittag und heute habe ich dann angefangen mit ihr den Hofweg zu erkunden und es hat richtig gut geklappt!

Meine ersten Grundsätze:
  • Bevor ich zu meinem Pferd gehe atme ich ganz ruhig durch den Bauch und versuche meinen Kopf zu leeren. Ich will mit meinen Gedanken ganz bei meinem Pferd sein!
  • Kopf hoch - Schultern zurück!
  • Es gibt keine Fressmonster! Also auch keine Gefahren für mein Pferd beim Spazierengehen.
  • Ich gehe nur so weit, wie ich ein gutes Gefühl habe. Auch wenn das jetzt am Anfang nur der Hofweg, am Gemüsegarten und den Traktorhallen vorbei, ist! Ich will weder mich noch mein Pferd überfordern!
  • Geduld!!!!! Mit mir und meinem Pferd!

Die ersten Schritte sind gemacht auf unserem gemeinsamen Weg und wir werden ihn zusammen immer weiter gehen ........



 

 

Mein Leben abseits der Nähmaschine


Im Moment verbringe ich nicht so viel Zeit an der Nähmaschine, da ich mich mehr um unsere Tiere kümmere. Daher wollte ich mal einen kleinen Einblick in mein tägliches Landleben geben.

Morgens, auf dem Rückweg vom Schulbus, versorge ich als erstes unsere Hühner und in den letzten Wochen kam noch der Kükenstall dazu. Letzes Wochenende haben wir die "Kleinen" dann in die Hühnerschar integriert, da unsere freiheitsliebende Glucke in dem kleinen Freigehege langsam einen Lagerkoller bekommen hat. Allerdings hat sich die liebe Glucke dann auch gleich nicht mehr um ihre Küken gekümmert und sich bei Einbruch der Dunkelheit auf die Stange gesetzt, obwohl die Kleinen unten im Stroh ganz erbärmlich gepiepst haben. Also mußten wir abends die Glucke samt Küken einfangen und in einen extra Stall sperren und morgens dann allesamt wieder in den Hühnerstall entlassen. Jetzt hat sich im Hühnerstall soweit alles normaliesiert und wir sind froh, dass sich der Nachwuchs so gut entwickelt hat.




Danach versorge ich die beiden Esel und unsere Norwegerstute. Unser Sorgenkind, die alte Eseldame, muß im Moment aufgepäppelt werden und bekommt morgens und abends einen Heubrei als Zusatzfutter. Sie hat schon gut zugenommen und wir hoffen, dass sie noch einen schönen Sommer auf dem Hof verleben kann.









Unsere Stute Gundi bekam in den letzten Wochen eine extra Portion an Zuwendung, da ihr Stallpartner ganz plötzlich im Alter von knapp 30 Jahren an Herzversagen gestorben ist. Zum Glück hat Gundi alles gut überstanden und nicht zu sehr getrauert. Gundi bringe ich dann für 1-2 Stunden auf die Graskoppel zum Frühstücken, aber davor wird sie noch gründlich eingecremt, da sie an Sommerekzem leidet und die Mücken leider schon wieder unterwegs sind. Ich möchte auf jeden Fall erreichen, dass sie über den Sommer reitbar bleibt, da mein Jüngster jetzt  mit Reitstunden angefangen hat und natürlich zusätzlich noch fast jeden Nachmittag auf unserem Pferd reiten möchte.







Dieses Wochenende haben wir damit begonnen einen kleinen Longierplatz anzulegen, da der von mir eingezäunte Übungsplatz im Moment als Graskoppel genutzt wird und es noch eine Weile dauern wird bis Gundi alles abgefressen hat. Und wer möchte schon arbeiten und dabei auf seinem Essen rumtrampeln. Da bei uns die Landschaft sehr hügelig ist, können wir leider auch nicht auf die abgegraste Koppel ausweichen. Es ist zum Longieren einfach zu schräg.




Wenn ich wieder an unserem Haus ankomme werden noch die Hasen versorgt. Hier gibt es dann auch unser nächstes "Stallprojekt", die beiden sollen einen Sommerstall bekommen und dazu muß noch ein Hasendraht in den Boden verlegt werden. Sonst graben sich die beiden Mümmelmänner durch oder ein Marder stattet ihnen nachts einen Besuch ab.






Auf der ganzen Tour werde ich natürlich von unserem Hund Cliff begleitet und er bekommt dann auch noch sein Frühstück und macht danach ein Nickerchen.






Abgesehen davon, dass mein Sohn an jedem freien Nachmittag longiert werden möchte habe ich letzte Woche noch den Kindern der Schul-AG des Hofbesitzers das Reiten auf Gundi ermöglicht. Dann war noch die Tierärztin zum Impfen da und die Woche davor die Hufpflegerin. Dazu kommt natürlich noch das Misten des Offenstalls. Da bleibt dann kaum mehr Zeit, dass ich selbst mal aufs Pferd komme. Und genau das war mein Wunsch zu Muttertag, ein Maiausritt mit meinem Pferd und das habe ich gestern auch gemacht :-))




 

 

Die Küken sind da!

Was für eine Freude!


Am Dienstagabend habe ich das erste Küken entdeckt und am nächsten Morgen waren es schon drei Stück.




Als ich das Kükenfutter ins Gehege gestellt habe ist die Glucke aufgestanden und hat ihren Küken gezeigt wie man frißt und die Kleinen haben es ihr gleich nachgemacht. Einfach genial wie das in der Tierwelt funktioniert. 









Gelernt habe ich, dass gelbe Küken eine Bilderbuchvorstellung sind, unsere sind nämlich alle schwarz! Bis auf ein paar kleine gelbe Abzeichen.









Unsere Brillan hat insgesamt zehn Eier bebrütet, gelegt hatte sie mindestens 11. Das ist für ein Huhn eine stolze Leistung, da sonst der Bruthenne meistens noch Fremdeier untergelegt werden, was ja bei unserer Freigängerin nicht der Fall war. Es sind also alles ihre eigenen Küken und ihr alleiniger Verdienst. Das hat sie ganz toll gemacht!

Am Wochenende zieht die kleine Familie samt Freigehege in das ehemalige Hasenhaus um, damit wir wieder Heu und Stroh für die Pferde und Esel einlagern können. Allerdings wird das Freigehege bald zu klein sein und bis dahin müssen wir uns eine neue Lösung einfallen lassen, da die Kleinen erst in ein paar Wochen zu der übrigen Hühnerschar dürfen. Aber in der Nähe von den anderen Hühner sollten sie auch sein, also müssen wir das Hühnerhaus und das Freigehege irgendwie umbauen. Ich glaube, ich überlasse diese baulichen Maßnahmen mal meinem Mann und kümmere mich um die Nähmaschine und den bevorstehenden Kreativmarkt.

 

 

Wo kommen eigentlich die Ostereier her?

Natürlich von glücklichen Hühnern!

So wie unsere kleine Hühnerschar!


Leider hatten wir zwei Wochen vor Ostern einen Verlust. Unser zutrauliches Lieblingshuhn, Brillan, war verschwunden. Es war fast abzusehen, dass irgendwann so etwas passiert, da sie eine "Freigängerin" war. Das heißt, sie ist jeden Tag über den Zaun des Freigeheges geflogen und hat sich frei auf dem Hof bewegt. Ihre Lieblingsplätze waren der Paddock zwischen den Pferden und Eseln, im Strohlager und natürlich, ganz klassisch, auf dem Misthaufen. Wenn ich vormittags meine Runde gemacht habe, kam sie oft schon zur Begrüßung angelaufen und ist dann mit unserem Hund zum Hühnerstall um die Wette gelaufen. Dann habe ich sie in den Stall gelassen und alles war wieder gut.

Aber dann am Montagabend, als die Jungs die Hühner einsperren wollten, war Brillan nicht mehr da. Wir haben alles abgesucht, leider vergeblich. Wir wollten zwar gar nicht genauer darüber nachdenken was mit ihr passiert war, aber es war allen klar: Fuchs, Marder oder Habicht hatten sie beim Freigang erwischt.

Doch jetzt kam die freudige Osterüberraschung!
Brillan hat sich zum Brüten ins Strohlager verkrochen und wird bald Mama!

Wir freuen uns riesig und erwarten nun mit Spannung die ersten Küken!






 

 

 Näh- und Bastelstübchen


Mit Zunahme meiner Nähleidenschaft habe ich Stück für Stück unser Eßzimmer in mein Näh- und Werkelstübchen verwandelt. Der Vitrinenschrank wurde teilweis ausgeräumt und ich bewahre darin nun meine Stoffe und Nähutensilien auf. Auf dem Eßtisch liegt meine Schneidunterlage und daneben steht die Nähmaschine. Da die Einrichtung aus vielen von mir geliebten Möbelstücken besteht, ist es für mich die perfekte Umgebung, um kreativ zu sein. 











Unsere Bienen  -  Die Honigernte


Mein Mann ist Hobby-Imker und wir haben zur Zeit drei Bienenvölker. Dieses Jahr waren unsere Bienen so fleißig und die Blüte so ertragreich, dass wir ein zweites Mal Honig schleudern konnten.



Zuerst wird die Küche geputzt und mit Folie abgeklebt. Dann die Schleuder aufgestellt und alles Zubehör vorbereitet.




Mein Mann ist der Imker und verhandelt mit den Bienen, ich bin für das Schleudern verantwortlich.

Die Waben, die in den Zargen stecken müssen entdeckelt werden. Dazu werden die mit Wachs verschlossenen Zellen mit einer Heißluftpistole geöffnet.





Dann kommen jeweils vier Waben in die Schleuder. Kurz in Fahrtrichtung anschleudern, dann die Waben wenden und mit Gefühl schleudern. Nochmal wenden und ausschleudern.



Der Honig läuft von der Schleuder durch zwei Siebe in die Abfüllkanne und von dort wird er in Eimer oder Gläser abgefüllt.






Im Mai konnten wir knapp 60 kg Honig ernten und heute waren es nochmal gute 40 kg.
Ein sehr guter Ertrag bei drei Bienenvölkern!

Dieses Mal ist der Honig sehr dunkel, also ein großer Anteil an Waldtracht. Beim ersten Schleudern im Mai hatten wir einen hellen, sehr süßen Honig wegen der vielen Rapsfelder um uns herum. Meine Kinder und ich lieben den cremigen Rapshonig, mein Mann bevorzugt den würzigeren Waldhonig. Dieses Jahr ist für jeden Geschmack etwas dabei.




 

Cliff, mein ständiger Begleiter



Cliff ist ein Bretone-Mix und kommt aus den Orangenhainen von Andalusien. Wir haben ihn direkt am Flughafen in Empfang genommen und unsere Entscheidung, ihm bei uns ein neues Zushause zu geben, nie bereut. Er ist eine Seele von Hund.

Er begleitet mich den den ganzen Tag. Morgens geht er mit mir und den Kindern zum Bus und dann sehen wir bei den Hühnern und Pferden nach dem Rechten. Danach macht er mit mir die Runde im Haus und dann verschwindet er in seinem Körbchen. Das Körbchen steht in meiner Näh- und Bastelstube und so ist er beim Werkeln immer in meiner Nähe. Natürlich ist er auch immer dabei wenn ich draußen im Garten zu tun habe, dann beobachtet er gerne die Umgebung oder liegt entspannt in der Sonne, ein Spanier eben.

Er liebt unsere Kinder und  kommt mit allen Tieren gut zurecht. Na ja, die Katzen muß er erstmal jagen, aber wirklich nur zumSpaß. Er tut keiner Fliege etwas zuleide.

Durch ihn bin ich Mitglied bei der Tierschutzinitiative Odenwald geworden und wenn Not am Mann ist, dann springe ich auch schon mal als "Besucher " von Bewerbern ein.



 

Gundi, unsere Norwegerstute




Gundi darf nach einem arbeitsreichen Leben im Reitverein ihren Lebensabend  bei unserem Nachbarn im Offenstall verbringen. Hier kann sie, wann immer sie möchte, in die Streuobstwiesen gehen und sich den Wind um die Nase wehen lassen.

Trotz ihrer 22 Jahre ist sie top fit und meine Jungs lieben es auf ihr zu reiten. Sie ist Kindern gegenüber ganz lieb und ist immer noch mit Freude dabei, wenn wir sie satteln.

Ich kann immer noch nicht verstehen, dass ein gesundes Pferd, das 17 Jahre lang  treu seinem Verein gedient hat, einfach abgeschoben wird. Aber hier bei uns kann sie wenigstens einen schönen Lebensabend verbringen und wird uns hoffentlich noch lange Freude machen.





 

So sehen glückliche Hühner aus!


Wir haben zur Zeit zwölf Legehennen und einen Hahn. Es ist für mich Luxus, dass ich weiß wo mein Frühstücksei herkommt. Außerdem finde ich es sehr wichtig, dass meine Kinder mit Tieren aufwachsen können und wissen wo die Nahrungsmittel herkommen.

Unser Hahn Caspar ....

Maran Hahn
... und seine Hennen.

Sperber Hühner

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